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Merkmale einer schlechten Lauftechnik

bad_runningNachdem wir uns letzte Woche damit beschäftigt haben, welche "Dinge" eine gute Lauftechnik ausmachen, beschäftigen wir uns heute damit, woran man eine eher wenige gute Lauftechnik erkennt. Wenn wir über Lauftechnik sprechen, kommt irgendwann unweigerlich die Frage: "Was macht eine gute und was eine eher weniger gute Lauftechnik aus"? Wenn wir nicht in der Lage sind, dies zu unterscheiden, sind wir ebenso wenig in der Lage, das Falsche zu vermeiden sowie das Richtige zu tun.

Seit Menschen denken, waren wir immer danach bestrebt, durch die Entwicklung einer "Norm" das Richtige vom Falschen zu trennen und uns so durch Effizienz das Leben und das, was wir tun leichter zu machen.

 

Durch die Anwendung dieser, wird es möglich, jede Abweichung als Fehler oder Irrtum zu erkennen und dadurch einen Schritt auf ein höheres Niveau dieser Norm zu erreichen. In den meisten Fällen ist das Verständnis im Bezug zur Lauftechnik leider "nur" eine Folge aus persönlichen Vorlieben und Meinungen, welche basierend auf nicht-systematisierten ausgewählten Fakten, aus Erfahrung und teilweiser Forschung besteht. Wie unsere Beobachtungen der letzen Jahrzehnte zeigten, spielt es hierbei keine Rolle, ob aktiver Athlet oder Trainer. Eine Analyse der Lauftechnik hat somit keine reale Grundlage, weil viele Trainer meist keine "NORM" bzw. keinen "STANDARD" haben.

Die Argumentation besteht daher ausschließlich aus einer Kombination von quantitativen und qualitativen Parametern in Abhängigkeit der persönlichen Sicht.

Dennoch ist bei vielen Trainern im Angebot die beliebte sog. Laufstillanalyse, welche leider "nur" auf den sichtbaren negativen Details, welche wie oben besprochen, ausschließlich aus Parametern in Abhägigkeit der persönlichen Sicht besteht und sich nicht an einer "NORM" bzw. einem "STANDARD" orientiert.

Zusammengefasst hier einige Punkte an der Sie mit Sicherheit eine qualitativ mindere Lauftechnik erkennen können.

  • Übermäßige Muskelanstrengung und Spannung,
  • Exzessive Bewegung der Arme und Beine, welche in einem negativen Verhältnis zur Laufgeschwindigkeit beobachtet wird,
  • "Over Striding" - Beine werden aktiv zu weit nach vor, vor dem Körperschwerpunkt aufgesetzt,
  • Fußaufsatz aufgrund der persönlichen Meinung oft als falsch beschrieben (Vorfuß-, Mittelfuß- und Fersenlaufstil),
  • Fußaufsatz weicht zu weit von der vertikalen Linie ab,
  • Arme bewegen sich zu weit vor dem Körper, zu sehr diagonal oder zu wenig,
  • Zu starke Rotationen im Oberkörper,
  • Geballte Fäuste sowie ein "angespanntes" Gesicht,
  • Zu viel Auf- & Ab-Bewegungen des Körpers,
  • Zu niedrige Schrittfrequenz,
  • Oberkörper knickt von der Hüfte aufwärts ab und weicht daher von der vertikalen Linie ab,
  • Kopfposition weicht von der vertikalen Linie ab,
  • Schultern angespannt und hochgezogen,
  • uvm.

Die Liste der negativen Eigenschaften einer schlechten Lauftechnik könnte man wohl beliebig ausweiten, und wie du daran erkennen kannst, entstehen solche Schlussfolgerungen aus der Beobachtung und dem Vergleich von Hobbyläufern und Elite-Athleten.

Doch jetzt kommt's: leider gibt es keine ausreichende Wissenschaft die sich mit den negativen Eigenschaften einer Lauftechnik beschäftigen und diese untersuchen. Also ist dieser Ansatz, eine gute Lauftechnik zu unterrichten oder zu erlernen, indem man die negativen "Dinge" zu vermeiden versucht als nicht qualitativ und unzureichend einzustufen, da bei diesem Ansatz das System fehlt. An dieser Stelle, denke ich, ist es unnötig zu sagen, dass es sinnlos ist, ein Thema zu unterrichten wenn kein System dahinter steckt.

Bei der Pose Methode wird eine "schlechte" Lauftechnik durch die Abweichung der Norm in Raum, Zeit und Anstrengung definiert. Wusstest du, dass auch du ein perfekter POSE-Läufer warst? Ja, als Kind. Wusstest du, dass auch du ein POSE-Läufer bist? Lediglich weicht deine Lauftechnik wie in den bereits oben genannten Parametern Zeit, Raum und deiner Bemühungen von der Norm ab.

Wie du siehst, gibt es eine klare Logik bei der Identifizierung von guten und schlechten Elementen und der Systematisierung dieser. Es handelt sich hierbei um eine einfache "Matrix", welche unabhängig vom Leistungsstand für jeden Läufer gilt.

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