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5 Zeichen des Uebertrainings

overtrainingUm mögliche Gefahrenquellen auszuschließen sollte jeder Sportler die Zeichen des Übertrainings kennen und sich diesen bewusst sein. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass viele Läufer diese ignorieren - bewusst oder unbewusst, dies sei dahingestellt. Sobald du ein(ige) der nachfolgend angeführten Zeichen an dir selber entdeckst, solltest du unbedingt handeln.

Sportartspezifisches Training gehört nicht zu den einfachsten Aufgaben eines Läufers. Viele versuchen mit sg. "Standardtrainingsplänen" ihre Ausdauer und ihre sportartspezifischen Fähigkeiten zu trainieren und zu verbessern ohne wirklich eine Ahnung davon zu haben, warum und wieso sie gerade das machen, was sie tun.

 

Als Resultat daraus finden wir viel zu viele Läufer, welche verletzt sind und meist wochenlange Therapien und Regenerationsphasen in Kauf nehmen (müssen). Dabei kann es doch so einfach sein. Achte auf deinen Körper und dessen Signale.

Du solltest dir als Athlet den Zeichen des Übertrainings bewusst sein. Dieses Bewusstsein kann und wird dir einen entscheidenden Vorteil darüber verschaffen, dein Ziel auch zu erreichen.

Verlust der Koordination: das erste Anzeichen von Übertraining ist der Verlust der Koordination. Der Schritt wird flacher, die Frequenz niederiger, die Supportzeit länger, die Gedanken schweifen ab. Meist wird der Nr. 1 der Anzeichen von Übertraining keine Bedeutung beigemessen. Hier stellt sich die Frage - bewusst oder unbewusst? Stattdessen liegt der Fokus bei der Herzfrequenz und anderen physiologischen Zeichen, die auch wichtig sind. Jedoch das Verlieren deiner koordinativen Fähigkeiten tritt als erstes ein und sollte als klares Zeichen dafür angesehen werden! Eine interessante Tatsache ist, dass die meisten Unfälle im Sport durch den Verlust der Koordiantion einher gehen. Tatsächlich lassen sich (vorrausgesetzt du beachtest in Zukunft diesen Punkt als wichtig an) durch Beachtung der Koordination die Symptome von Übertraining stark reduzieren. Achten daher immer auf deine Koordiantionsfähigkeit, bemerkst du, dass diese leidet ist dies ein erstes Zeichen, dass es in die Falsche richtung läuft.

Abweichung deiner Ruhe-Herzfrequenz: ein weiterer wichtiger Faktor ist die Ruhe-Herzfrequenz. Wenn deine Ruhe-Herzfrequenz von deiner ursprünglich diagnostizierten  Ruhe-Herzfrequenz abweicht, kann dies ein weiteres Zeichen von Übertraining sein. ± 3 bpm. können als normale Variabilität angesehen werden. Weicht jedoch deiner Ruhe-Herzfrequenz um ± 5-9 bpm. oder mehr ab, solltest du unbedingt eine Trainingpause einlegen bis diese sich wieder normalisiert hat. Sollte diese Maßnahme eine Woche oder mehr in Anspruch nehmen so empfiehlt sich ärztlichen Rat einzuholen.

Verlust der Flexibilität: die Hauptfunktion der Muskeln stellt das Kontrahieren und Expandieren dar dh. also Anspannen und Entspannen. Der Verlust der Fähigkeit der Mukulatur zu entspannen stellt ein eindeutiges Singal von Übertraining dar. Keinsfalls solltest du deinen Trainingplan befolgen, wenn du merkst, dass deine Mukulatur "verhärtet" und somit nicht flexibel ist.

Reizbarkeit, Unzufriedenheit und ständige Müdigkeit: all das sind Anzeichen von Übertraining und gehen meist mit den in Punkt 2 beschriebenen Anzeichen einher. Wenn du hart trainierst, dich auf das Rennen deines Lebens vorbereitest, alles nur mögliche dafür tust und dich ganz plötzlich nur noch über dich selbst ärgerst, Unzufriedenheit verspürst, ständig müde bist und nie damit zufrieden bist, was du tust und kannst, dann ist das mit Garantie ein weiteres Zeichen von Übertraining! Sportliche Aktivität sollte dir Freude bereiten und Zufriedenheit vermitteln. Wenn also das Gegenteil der Fall ist, solltest  du dich fragen, ob es nicht an der Zeit ist, etwas zu ändern.

Radikaler Verlust der trainings und racing performance: ... also wenn plötzlich gar nichts mehr geht und die Leistung in keiner Relation zum Trainingsaufwand steht. Dieser radikale Einbruch deiner Leistung ist die Folge aus all den zuvor genannten Charakteristika des übertrainings. Dieser schleicht sich meist langsam ein, viele Athleten wissen diese Anzeichen nicht zu deuten. Dieses trifft dich mit einer solchen Härte, sodass viele versuchen durch noch mehr und noch härteres Training dem entgegen zu wirken. Leider vergeblich - viele "graben" sich nur noch tiefer. Oder wie ich zu sagen pflege: "It´s a short distance from here to a "point of no return", so you better stop now.".

Wie du siehst, ist Training also vielmehr als die Fähigkeit etwas zu (er)lernen, etwas lange oder schnell zu tun. Auch ist Training nicht als Resultat aus etwas zu sehen, was wir ohnehin schon können. Sondern vielmehr handelt es sich hierbei um die Entwicklung von Fähigkeiten, die man mit Bedacht (er)lernen und trainieren sollte. Dies sind Fähigkeiten, die Aufmerksamkeit und Pflege benötigen. Leider ist den wenigsten die Tatsache bekannt, dass selbst, wenn sie sich bereits in der "Abwärtsspirale" befinden, Ihre Leistung noch ok sein wird, diese jedoch immer schlechter wird. Viele unter uns werden dies mit der Illusion "guter Tag - schlechter Tag" rechtfertigen. Dies gelingt bis an den Punkt, an dem der Körper und dessen Systeme, mit Verletzungen und schwerwiegenden Übertrainings-Symptomen entgegen wirkt und sich auf diesem Weg die Zeit zur Regeneration nimmt, die er benötigt.

Also, tue dir selber einen gefallen und bringe dich nicht selbst an diesen Punkt. Behandle deinen Köper und dessen Systeme mit Sorgfalt. Du willst ja schließlich auch, dass dieser dich gesund und schnell ans Ziel bringt. In diesem Sinne: "be smarter and listen to your body!".

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