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Regeneration

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf!

Zumindest dann, wenn du Spaß und Erfolg hattest. Damit du möglichst keine "bleibenden Schäden" davon trägst und der Übergang zur Vorbereitung auf deinen nächsten Wettkampf möglichst "flüssig" von statten geht, solltest du auf einiges achten. Wie vorhin schon erwähnt geht es um Schäden im Organismus die bei oder nach einem Wettkampf entstehen. Solltest du bei deinem letzten Wettkampf dein bestes gegeben haben, so gibst du mir sicherlich recht, wenn ich davon spreche das du an deine Leistungsgrenze(n) gestoßen bist. Im Wettkampf verlangen wir von unserem Körper und dessen Systemen mehr als wir im ersten Augenblick vermuten würden.

Gleichgültig ob von unserem Herzkreislauf-System und dessen Stoffwechsel-Prozesse, unseren aktiven Strukturen -wie z.B. unsere Muskeln, oder von unseren passiven Strukturen wie Knochen und Schutzeinrichtungen unseres Bewegungsapparates. Unzählige Systeme die miteinander Interagieren und das Laufen erst möglich machen. Alle diese Systeme brauchen ihre Zeit zur Regeneration und Anpassung. Wer jetzt den Fehler macht zu schnell wieder strukturiert zu trainieren, der riskiert möglicherweise das seine Systeme nicht vollständig regenerieren und "Schäden" aus dem Wettkampf erst recht an Gewichtung gewinnen.

Mit anderen Worten: der Körper benötigt Zeit!

Eine weit verbreitete Formel ist: Steckenlänge/2 in Tagen an Pause. D.h. solltest du die Königs-Distanz Marathon gelaufen sein dann heißt das: 42,195Km/2 = 21 Tage Regeneration. Bei der HM-Distanz dem entsprechend rund 10 Tage Regenration.

Aber wer hält das schon aus drei Wochen ohne Laufen? Gerade dann wenn das Training und der Wettkampf erfolgreich waren sind wir voller Tatendrang. Wir wollen Laufen, weitermachen, höher hinaus. Hierzu musst du wissen das Regeneration einer der wichtigste "Baustein" in der Planung eines sinnvollen Trainingssystem darstellt. Der Körper und dessen Systeme passen sich genau in dieser so wichtigen Phase des Trainings an.

Wenn wir verstehen das der Wettkampf zuvor für unseren Körper ein sehr intensives Tempotraining darstellt, nur dann werden wir auch einen wirklichen Mehrnutzen aus diesem erhalten. Der Körper wird jetzt in diesen Tagen alles daran setzen sich für eine weitere Belastung -für ein weiteres Tempotraining oder Rennen zu "rüsten".

Nun verstehst du das WIE & WARUM. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Ganz einfach: in der Regenerationsphase nach dem Wettkampf solltest du kein Tempotraining planen! Versuche alternative Sportarten. Schwimmen eignet sich hervorragend, besonders in den ersten Tagen dannach. Durch das Element Wasser werden deine Strukturen "weich" und flexibel - dies erhöht die Regeneration enorm. Lockere Einheiten am Rad sind ebenso zu empfehlen. Aber Achtung - denke hierbei nicht an Leistung! An die ersten lockeren kurzen Läufe kannst du nach der Hälfte deiner Regenerationsphase denken. Auch hier gilt: nicht an Leistung sondern an Regeneration denken!

Mir persönlich hilft der Gedanke: "Ich möchte etwas von meinem Körper, jetzt möchte mein Körper etwas von mir".

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